SEO für Gründer: so wird deine Website bei Google gefunden
Suchmaschinenoptimierung kostet vor allem Zeit und Sorgfalt, kein Werbebudget. Wer die Grundlagen kennt, vermeidet teure Fehler und baut Schritt für Schritt Sichtbarkeit auf. Hier liest du, wie du passende Suchbegriffe findest, was deine Website technisch braucht, wie Google gute Inhalte beschreibt und wie du auch in KI-Antworten auftauchst.
Das Wichtigste in Kürze
- 2,5 Sek.
- LCP: größtes Element geladen (Google-Richtwert „gut“)
- 200 ms
- INP: Reaktionszeit unter diesem Wert gilt als gut
- 0,1
- CLS: Layoutverschiebung unter diesem Wert gilt als gut
- 0 €
- Teilnahme an der Google-Suche ist kostenlos
- Grundlage: Google beschreibt in den Search Essentials technische Anforderungen, Spamrichtlinien und wichtige Best Practices.
- Suchbegriffe: Verwende die Worte deiner Kunden im Titel, in der Hauptüberschrift, im Alt-Text und im Linktext.
- Technik: Google indexiert die mobile Version deiner Seite, Ladezeit und Stabilität misst Google mit den Core Web Vitals.
- Inhalte: Hilfreiche, verlässliche Inhalte mit eigener Erfahrung zählen mehr als Textmenge oder Keyword-Dichte.
- KI-Suche: Für KI-Übersichten gelten laut Google keine zusätzlichen Anforderungen, die SEO-Grundlagen reichen.
Firmenkompass: AZAV-zertifizierter Träger · 91,6 % Integrationsquote (Stand 30.05.2026)
Inhalt dieser Seite
Was ist SEO und was bringt es Gründern?
SEO ist die Suchmaschinenoptimierung deiner Website, also alles, was Suchmaschinen hilft, deine Inhalte zu verstehen, und Menschen hilft, dich in den Suchergebnissen zu finden.
Für Gründerinnen und Gründer ist SEO interessant, weil die Teilnahme an der Google-Suche kostenlos ist. Anders als bei Anzeigen zahlst du nicht pro Klick, sondern investierst Zeit in eine gute Website. Dafür wirkt SEO langsamer und braucht Geduld, bis eine neue Website für wichtige Suchbegriffe sichtbar wird. Google betont außerdem, dass auch eine perfekt umgesetzte Seite keinen Anspruch auf Indexierung oder eine bestimmte Position hat.
SEO besteht aus drei Bausteinen, die zusammenspielen:
- Suchbegriffe: Wissen, wonach deine Kunden suchen.
- Technik: Eine Website, die Google lesen kann und die schnell sowie stabil lädt.
- Inhalte: Seiten, die Fragen besser beantworten als andere.
Wie SEO in deinen Marketingmix passt, zeigen die Ratgeber Marketingplan erstellen und Kundengewinnung.
Wie findest du die richtigen Suchbegriffe?
Die richtigen Suchbegriffe findest du, wenn du die Sprache deiner Kunden aufschreibst, Suchvorschläge sowie Fragen auswertest und jedem Thema eine eigene Seite gibst, statt alles auf eine Startseite zu packen.
- Kundensprache sammeln. Wie beschreiben Kunden ihr Problem am Telefon oder in Mails? Oft anders als du als Fachperson.
- Suchvorschläge nutzen. Die Vorschläge im Suchfeld und die Fragen in den Suchergebnissen zeigen, wonach Menschen suchen.
- Absicht verstehen. Will jemand etwas lernen, vergleichen oder direkt kaufen? Die Seite muss zur Absicht passen.
- Themen zuordnen. Pro Leistung oder Frage eine Seite, mit einem klaren Hauptbegriff.
- Daten auswerten. Sobald die Seite online ist, zeigt dir die Google Search Console, für welche Suchanfragen du schon erscheinst.
Google rät in den Search Essentials, die Begriffe, nach denen Nutzer suchen würden, an wichtigen Stellen zu verwenden: im Seitentitel, in der Hauptüberschrift, im Alt-Text von Bildern und im Linktext. Übertreiben solltest du es nicht. Unnatürlich gehäufte Suchbegriffe, Zahlen oder Ortslisten gelten als Keyword-Stuffing und verstoßen gegen die Spamrichtlinien.
Welche technischen Grundlagen braucht deine Website?
Deine Website braucht technisch vor allem drei Dinge: Der Googlebot darf nicht blockiert werden, die Seite muss fehlerfrei mit Statuscode 200 laden und sie muss indexierbaren Text enthalten.
Diese drei Mindestanforderungen nennt Google in den technischen Anforderungen der Search Essentials. Die meisten Websites erfüllen sie schon. Darüber hinaus helfen dir diese Punkte:
| Bereich | Worauf du achtest |
|---|---|
| Mobile Version | Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version deiner Inhalte. Auf dem Smartphone muss alles Wichtige vorhanden sein. |
| Ladezeit (LCP) | Das größte sichtbare Element sollte nach höchstens 2,5 Sekunden geladen sein. |
| Reaktion (INP) | Die Seite reagiert auf Klicks und Eingaben in unter 200 Millisekunden. |
| Stabilität (CLS) | Inhalte springen beim Laden kaum, der Wert liegt unter 0,1. |
| Seitentitel | Für jede Seite eindeutig, klar formuliert und passend zum Inhalt. |
| Meta-Beschreibung | Kurz, seitenspezifisch, fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Sie kann als Text im Suchergebnis erscheinen. |
| URLs | Sprechende Wörter statt zufälliger Zeichenfolgen. |
| Interne Links | Wichtige Seiten sind über normale Links erreichbar, mit beschreibendem Linktext. |
| Bilder | Scharf, nahe am passenden Text, mit beschreibendem Alt-Text. |
Die Core Web Vitals hängen stark von Hosting, Bildgrößen und eingebundenen Skripten ab. Wie du das passende Hosting wählst, erklärt der Ratgeber Webhosting für Gründer. Lässt du die Website bauen, gehören diese Punkte ins Briefing, siehe Website erstellen lassen.
Wie schreibst du Inhalte, die Google und Kunden überzeugen?
Inhalte, die Google und Kunden überzeugen, sind hilfreich, verlässlich und für Menschen geschrieben, sie bieten eigene Erfahrung, konkrete Informationen sowie vollständige Antworten auf die Frage des Besuchers.
Google beschreibt in seinem Leitfaden zu hilfreichen Inhalten, dass die Systeme Informationen bevorzugen, die Menschen wirklich weiterhelfen, und nicht Inhalte, die vor allem für Rankings erstellt wurden. Als Orientierung nennt Google E-E-A-T, also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Laut SEO-Startleitfaden ist E-E-A-T selbst kein Rankingfaktor, hilft aber, Qualität einzuschätzen. Am wichtigsten ist Vertrauen.
- Wer: Mach erkennbar, wer hinter den Inhalten steht, mit echtem Namen und echter Qualifikation.
- Wie: Erkläre, wie Inhalte entstanden sind, etwa aus eigener Praxis. Nutzt du KI, sag es dort, wo Leser sich das fragen würden.
- Warum: Schreibe, um Kunden zu helfen, nicht um möglichst viele Suchbegriffe unterzubringen.
- Konkret: Preise oder Preisrahmen, Abläufe, Einzugsgebiet, echte Beispiele und häufige Fragen.
- Aktuell: Inhalte pflegen, statt nur das Datum zu ändern. Google nennt das künstliche Auffrischen von Daten ausdrücklich als Warnsignal.
KI-Texte sind nicht verboten. Werden aber viele Seiten mit wenig Prüfung und eigenem Mehrwert erzeugt, wertet Google das als minderwertig, im schlimmsten Fall als Spam. Wie du KI sinnvoll für Texte einsetzt, liest du im Ratgeber Marketing mit KI.
Was ist laut Google unwichtig oder sogar verboten?
Laut Google unwichtig sind etwa das Meta-Keywords-Tag, eine bestimmte Wortzahl oder Suchbegriffe in der Domain, verboten sind manipulative Methoden wie Linkkauf, verstecktes Keyword-Stuffing oder massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert.
Viele SEO-Tipps halten sich hartnäckig, obwohl Google ihnen widerspricht. Laut SEO-Startleitfaden gilt:
- Meta-Keywords: Google verwendet dieses Tag nicht.
- Wortzahl: Es gibt keine Mindest- oder Höchstlänge für Texte.
- Keywords in Domain und URL: haben kaum Einfluss auf das Ranking.
- Überschriften: Es gibt keine ideale Anzahl, ihre Reihenfolge spielt für die Google-Suche keine Rolle. Für Leser bleibt eine klare Gliederung trotzdem wichtig.
- Doppelte Inhalte: sind ineffizient, führen aber nicht automatisch zu einer Abstrafung. Fremde Texte zu kopieren ist dagegen problematisch.
Was unterscheidet allgemeines SEO von lokalem SEO?
Allgemeines SEO macht deine Website für Suchanfragen sichtbar, lokales SEO zielt auf Suchen mit Ortsbezug und auf dein Google-Unternehmensprofil in Karte sowie lokalen Ergebnissen.
Bietest du deine Leistung vor Ort an, etwa als Handwerksbetrieb, Studio oder Praxis, kommen viele Kunden über Suchen wie „in der Nähe“ oder mit Ortsnamen. Dafür sind Unternehmensprofil, Bewertungen und einheitliche Firmendaten entscheidend. Diese Themen behandelt ausführlich der Ratgeber Lokales SEO: Google-Unternehmensprofil für Gründer. Deine Website bleibt dabei die Grundlage: Seiten zu deinen Leistungen und deinem Einzugsgebiet stärken auch das lokale Ranking.
Wie wirst du in KI-Suchen und KI-Antworten sichtbar?
In KI-Suchen sowie KI-Antworten wirst du sichtbar, wenn deine Seiten indexiert sind, klare Antworten im Text enthalten und gut verlinkt sind, denn laut Google gelten für KI-Übersichten keine zusätzlichen Anforderungen.
Eine praktische Anleitung mit Crawlern, strukturierten Daten und llms.txt findest du im Ratgeber In der KI-Suche gefunden werden.
Google schreibt in seiner Anleitung zu KI-Funktionen, dass eine Seite indexiert sein und sich für ein Snippet eignen muss, um in Übersichten mit KI oder im KI-Modus zu erscheinen. Neue maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien oder spezielles Markup brauchst du dafür nicht. Diese Grundlagen helfen bei Google und auch bei anderen KI-Assistenten, oft als GEO (Generative Engine Optimization) bezeichnet:
- Robots.txt, Hoster oder Sicherheitsdienste blockieren das Crawling nicht
- Wichtige Inhalte stehen als Text auf der Seite, nicht nur in Bildern
- Jede Frage wird direkt unter der Überschrift in einem klaren Satz beantwortet
- Strukturierte Daten stimmen mit dem sichtbaren Text überein
- Unternehmensprofil und Angaben zu Leistungen sind aktuell
- Zahlen und Aussagen sind belegt, Quellen verlinkt
Ob deine Inhalte in KI-Übersichten auftauchen, siehst du in der Search Console: Laut Google werden die KI-Funktionen im Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mitgezählt. Wer seine Inhalte nicht als Snippet zeigen möchte, kann das über Angaben wie „nosnippet“ steuern.
Wie misst du deinen SEO-Erfolg und wer hilft dir?
Deinen SEO-Erfolg misst du am besten mit der kostenlosen Google Search Console, die Suchanfragen, Klicks, Indexierung sowie technische Probleme deiner Website zeigt, und Unterstützung bekommst du im Gründungscoaching oder Marketing-Coaching.
- Leistung: Für welche Suchanfragen erscheinst du, wie oft wirst du angeklickt?
- Indexierung: Welche Seiten sind im Index, welche nicht und warum? Das URL-Prüftool zeigt einzelne Seiten.
- Nutzerfreundlichkeit: Der Bericht zu den Core Web Vitals zeigt Seiten mit Ladeproblemen.
- Anfragen: Zähle zusätzlich, wie viele Anfragen und Aufträge über die Website kommen. Darauf kommt es am Ende an.
Wenn du aus der Arbeitslosigkeit gründest, kannst du im AVGS Gründercoaching deine Sichtbarkeit in Modul 6 Marketing und Kundengewinnung planen sowie deine Website in Modul 7 Website erstellen suchmaschinenfreundlich aufbauen. Ob ein Gutschein bewilligt wird, entscheidet die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter im Einzelfall.
Hast du schon gegründet, unterstützt dich das Marketing Coaching bei Suchbegriffen, Inhalten und Auswertung. Mit Website Professional bekommst du eine Website mit sauberer Grundstruktur, und Lokales SEO Start hilft dir bei der Sichtbarkeit vor Ort.
Du willst wissen, wo deine Website bei Google steht? Lass uns im kostenlosen Erstgespräch darüber sprechen.
Fragen dazu? Dein CoachDoron RozenbergCoach für Online-Marketing und Vertrieb
Maximilian Ossot, Mitgründer von Firmenkompass, verantwortet die Ratgeber-Redaktion und hat diesen Ratgeber fachlich geprüft. Die Inhalte stimmen wir mit unseren Coaches ab. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung; über Förderungen entscheiden Agentur für Arbeit und Jobcenter im Einzelfall.
Quellen
- Google Search Central – Google Search Essentials
- Google Search Central – Technische Anforderungen
- Google Search Central – Spamrichtlinien für die Google-Websuche
- Google Search Central – SEO-Startleitfaden
- Google Search Central – Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, bei denen die Nutzer im Vordergrund stehen
- Google Search Central – Core Web Vitals
- Google Search Central – Mobile-First-Indexierung
- Google Search Central – KI-Funktionen und deine Website
Kurz beantwortet
Was ist SEO?
SEO, kurz für Suchmaschinenoptimierung, ist die Arbeit daran, dass Suchmaschinen deine Inhalte verstehen und Menschen deine Website in den Suchergebnissen finden. Dazu gehören passende Suchbegriffe, eine technisch saubere Website und hilfreiche Inhalte.
Wie lange dauert es, bis SEO wirkt?
SEO wirkt nicht sofort, bis eine neue Website für wichtige Suchbegriffe sichtbar wird, vergeht in der Regel einige Zeit. Google garantiert weder Crawling noch Indexierung oder eine bestimmte Position, deshalb lohnt sich ein langer Atem.
Kann ich SEO selbst machen?
Ja, die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung kannst du als Gründer selbst umsetzen. Google stellt mit dem SEO-Startleitfaden und den Search Essentials kostenlose Anleitungen bereit, und die Search Console zeigt dir, wie deine Seite in der Suche abschneidet.
Brauche ich eine bestimmte Wortzahl pro Seite?
Nein, laut Google gibt es keine minimale oder maximale Wortzahl für gute Rankings. Entscheidend ist, ob eine Seite die Frage der Besucher vollständig und verständlich beantwortet.
Darf ich Texte mit KI schreiben?
Ja, KI-Texte sind bei Google nicht grundsätzlich verboten. Massenhaft erzeugte Seiten mit wenig eigenem Mehrwert verstoßen aber gegen die Spamrichtlinien, deshalb solltest du KI-Texte prüfen, mit eigenem Wissen ergänzen und konkret machen.
Brauche ich eine llms.txt oder spezielles Markup für KI-Suchen?
Nein, laut Google sind für Übersichten mit KI und den KI-Modus keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder speziellen Markups nötig. Es gelten dieselben SEO-Grundlagen wie für die normale Suche.
Was ist der Unterschied zwischen SEO und lokalem SEO?
Allgemeines SEO sorgt dafür, dass deine Website bei Suchanfragen gefunden wird, lokales SEO zielt auf Suchen mit Ortsbezug und auf dein Google-Unternehmensprofil. Für ein Geschäft mit Kunden vor Ort brauchst du beides.


Lass uns über dein Vorhaben sprechen.
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob ein AVGS für dich infrage kommt, welche Module zu deiner Idee passen und was du für das Gespräch bei Agentur oder Jobcenter brauchst. 20 Minuten, ehrlich und ohne Verpflichtung.

