Kunden gewinnen als Gründer: 50+ Ideen, die wirklich funktionieren
Die meisten Gründer scheitern nicht an der Idee, sondern daran, dass zu wenige Kunden davon erfahren. Hier findest du 52 Ideen zur Kundengewinnung, sortiert nach online, offline, Partnern und Empfehlungen. Zu jeder Idee steht, was sie ungefähr kostet und womit du morgen anfangen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- 52
- Ideen zur Kundengewinnung in vier Gruppen
- 3
- Kanäle reichen für den Start, getestet über 30 Tage
- Einwilligung
- Pflicht für Werbeanrufe bei Privatleuten und für Werbe-E-Mails (§ 7 Abs. 2 UWG)
- Erst die kurzen Wege: Netzwerk, Partner mit derselben Zielgruppe und dein Google-Profil bringen die ersten Aufträge am schnellsten.
- Drei Kanäle statt zehn: Wähle drei Ideen aus dieser Liste, teste sie 30 Tage und miss, woher jede Anfrage kommt.
- Multiplikatoren schlagen Einzelkunden: Eine Hausverwaltung, ein Pflegestützpunkt oder ein Steuerbüro kann dir über Jahre Kunden schicken.
- Recht beachten: Kein Flyer in Briefkästen mit „Keine Werbung“, keine Werbeanrufe bei Privatleuten ohne Einwilligung, keine Werbe-Mails ohne Einwilligung.
- Im Coaching enthalten: Im AVGS Gründercoaching gehören aktive Kundengewinnung, Website und Onlineshop zum Programm.
Firmenkompass: AZAV-zertifizierter Träger · 91,6 % Integrationsquote (Stand 30.05.2026)
Inhalt dieser Seite
Wie gewinnst du als Gründer am schnellsten Kunden?
Am schnellsten gewinnst du als Gründer Kunden über Wege, auf denen dir schon jemand vertraut: dein Netzwerk, Partnerbetriebe mit derselben Zielgruppe und Empfehlungen zufriedener Kunden. Anzeigen und Social Media wirken meist erst später.
Wir haben in den letzten Jahren sehr viele Businesspläne mit Gründerinnen und Gründern geschrieben, vom Malerbetrieb über die Reinigungsfirma bis zur Coachingpraxis. Ein Muster zieht sich durch fast alle: Die ersten zehn Kunden kommen selten über Werbung. Sie kommen über Menschen, die den Gründer kennen, und über Betriebe, die Aufträge weitergeben können. Werbung verstärkt später, was schon funktioniert.
Die folgenden 52 Ideen sind in vier Gruppen sortiert. Bei jeder steht eine grobe Kostenstufe: 0 € heißt nur Zeit, € heißt kleine Ausgaben für Druck oder Material, €€ heißt ein spürbares Budget, €€€ heißt laufende Kosten, die du genau kalkulieren solltest. Konkrete Preise hängen von Region und Anbieter ab, hol vorher Angebote ein. Für einzelne Branchen gibt es eigene Ratgeber mit passenden Ideen: Handwerk, Reinigung und Hausmeisterservice, Pflege und Alltagsbegleitung, Coaches und Berater sowie Gastronomie und Einzelhandel.
Welche Online-Ideen bringen dir Kunden?
Online-Kundengewinnung funktioniert für Gründer am besten über ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, eine einfache Website mit klarem Angebot und echte Bewertungen. Social Media und Anzeigen ergänzen das, ersetzen es aber nicht.
| Idee | Kosten | Erster Schritt |
|---|---|---|
| 1. Google-Unternehmensprofil anlegen und vollständig pflegen | 0 € | Profil beanspruchen, Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten und zehn Fotos einstellen |
| 2. Bewertungen sammeln nach jedem Auftrag | 0 € | Bewertungslink als QR-Code auf Rechnung und Visitenkarte drucken |
| 3. Einfache Website mit Leistungen, Preisrahmen, Fotos und Telefonnummer | € bis €€ | Eine Seite pro Leistung planen, Kontakt oben sichtbar |
| 4. Vorher-nachher-Fotos jeder Arbeit | 0 € | Bei jedem Auftrag zwei Fotos machen, Einverständnis des Kunden einholen |
| 5. Lokale Seiten für jeden Ort im Einzugsgebiet | 0 € (Zeit) | Je Ort eine Seite mit echten Referenzen statt Kopiertext |
| 6. Kleinanzeigen-Portale mit Dienstleistungsanzeige | 0 € bis € | Anzeige mit Foto, Leistung und Einzugsgebiet einstellen, wöchentlich erneuern |
| 7. Lokale Facebook-Gruppen („Du bist aus …, wenn …“) | 0 € | Gruppenregeln lesen, dich einmal vorstellen, auf Anfragen hilfreich antworten |
| 8. Nachbarschaftsplattformen | 0 € | Profil als Gewerbe anlegen, Empfehlungen von Nachbarn sammeln |
| 9. Instagram mit Arbeitsproben und kurzen Videos | 0 € | Zwölf Beiträge vorbereiten, dann zwei pro Woche posten |
| 10. LinkedIn für Angebote an Firmen | 0 € | Profil auf dein Angebot ausrichten, wöchentlich einen Fachbeitrag schreiben |
| 11. WhatsApp Business mit Katalog und Abwesenheitsnachricht | 0 € | Profil, Öffnungszeiten und Schnellantworten einrichten |
| 12. Google-Anzeigen nur für Suchbegriffe mit Auftragsabsicht | €€€ | Kleines Tagesbudget, eng begrenztes Gebiet, nach vier Wochen auswerten |
| 13. Auftragsportale für Handwerk und Dienstleistung | €€ bis €€€ | Kosten je Auftrag ausrechnen, bevor du Kontakte kaufst |
| 14. Newsletter an Bestandskunden | 0 € bis € | Einwilligung beim Auftrag einholen, viermal im Jahr saisonale Tipps verschicken |
Wie du das Google-Profil richtig aufbaust, steht im Ratgeber Lokales SEO, wie du sauber um Bewertungen bittest, unter Kundenbewertungen. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen sind nach dem Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG stets verboten. Für Fotos von Kunden und Mitarbeitern gilt das Recht am eigenen Bild, siehe Fotos veröffentlichen.
Welche Offline-Ideen funktionieren im Viertel?
Offline-Kundengewinnung funktioniert vor allem für lokale Betriebe, weil Kunden für Handwerk, Reinigung, Pflege oder Gastronomie jemanden aus der Nähe suchen. Flyer, Aushänge, ein beschriftetes Auto und persönliche Präsenz im Viertel sind günstig und bringen oft direkte Anrufe.
| Idee | Kosten | Erster Schritt |
|---|---|---|
| 15. Flyer im Viertel rund um laufende Baustellen | € | Bei jedem Auftrag die Nachbarhäuser mit einem Flyer „Wir arbeiten gerade nebenan“ versorgen |
| 16. Flyer in Neubaugebieten und frisch bezogenen Häusern | € | Neubaugebiete der Gemeinde heraussuchen, gezielt dort verteilen |
| 17. Schwarzes Brett im Supermarkt, Baumarkt, Rathaus, in der Bäckerei | 0 € | Zettel mit Abreißstreifen (Telefonnummer) an zehn Orten aufhängen, monatlich erneuern |
| 18. Fahrzeugbeschriftung mit Leistung, Telefon und Website | €€ | Drei Angebote von Werbetechnikern einholen, Text kurz halten |
| 19. Bauschild oder Banner am Einsatzort | € | Kunden fragen, ob du während der Arbeit ein Schild aufstellen darfst |
| 20. Visitenkarten immer dabei | € | Jedem Kunden zwei Karten geben: eine für sich, eine zum Weitergeben |
| 21. Türhänger nach getaner Arbeit im Haus | € | An die Türen der Nachbarn im selben Haus hängen, mit Hinweis auf den Auftrag |
| 22. Anzeige im Gemeindeblatt oder Kirchenblatt | € bis €€ | Mediadaten anfragen, eine kleine Anzeige über drei Ausgaben testen |
| 23. Lokale Presse über deine Gründung | 0 € | Kurze Mitteilung mit Foto an die Lokalredaktion schicken |
| 24. Stand auf Wochenmarkt, Stadtfest oder Gewerbeschau | € bis €€ | Termine im Veranstaltungskalender der Stadt prüfen, Standplatz anfragen |
| 25. Tag der offenen Tür oder Eröffnungsaktion | € | Nachbarn, Netzwerk und Lokalpresse einladen |
| 26. Vereinssponsoring mit Trikot oder Bandenwerbung | € bis €€ | Im eigenen Sportverein nach Sponsorpaketen fragen |
| 27. Kostenlose Kurzvorträge in VHS, Seniorentreff oder Verein | 0 € | Ein nützliches Thema anbieten, etwa „Heizkosten senken“ oder „Garten winterfest machen“ |
| 28. Persönlicher Besuch bei Gewerbekunden | 0 € | Mit Mappe und Visitenkarte vorbeigehen, Ansprechpartner erfragen, Termin vereinbaren |
| 29. Werbebrief an ausgewählte Firmen | € | 20 passende Betriebe heraussuchen, persönlich adressierten Brief schicken, eine Woche später nachfassen |
| 30. Öffentliche Ausschreibungen | 0 € | Auf service.bund.de und der Vergabeplattform deines Landes nach kleinen Aufträgen suchen |
Für Aushänge im Supermarkt oder am Rathaus fragst du vorher kurz, wer zuständig ist. Wer Flyer in der Fußgängerzone verteilen oder Plakate aufhängen will, klärt beim Ordnungsamt, ob dafür eine Erlaubnis nötig ist.
Welche Partner bringen dir regelmäßig Aufträge?
Partner bringen dir regelmäßig Aufträge, wenn sie dieselben Kunden haben wie du, aber nicht dasselbe anbieten. Eine gute Partnerschaft ersetzt Dutzende Einzelakquisen, weil ein Partner immer wieder Kunden schickt.
| Idee | Kosten | Erster Schritt |
|---|---|---|
| 31. Hausverwaltungen und WEG-Verwalter | 0 € | Zehn Verwaltungen im Umkreis heraussuchen, Brief schicken, persönlich vorstellen |
| 32. Immobilienmakler (Renovierung vor Verkauf, Räumung, Reinigung) | 0 € | Makler fragen, welche Arbeiten vor Verkauf oder Vermietung oft anfallen |
| 33. Architekten und Planer | 0 € | Referenzmappe zeigen, um Aufnahme in die Liste für Angebotsanfragen bitten |
| 34. Generalunternehmer und größere Betriebe als Subunternehmer | 0 € | Bei Bauträgern und Generalunternehmern als Nachunternehmer bewerben |
| 35. Andere Gewerke (Maler mit Bodenleger, Elektriker mit Sanitär) | 0 € | Zwei Betriebe anderer Gewerke treffen, gegenseitige Empfehlung vereinbaren |
| 36. Baumärkte und Fachhändler mit Montageservice | 0 € | Marktleitung fragen, ob es eine Handwerkerliste oder Montagepartner gibt |
| 37. Pflegedienste und Pflegestützpunkte | 0 € | Dich mit Infoblatt vorstellen, klären, welche Lücke du schließt |
| 38. Steuerbüros und Banken für Firmenkunden | 0 € | Beim Steuerberater nachfragen, ob er Mandanten mit deinem Bedarf kennt |
| 39. Gründer- und Unternehmerstammtische, IHK- und Handwerkskammer-Treffen | 0 € bis € | Zwei Termine im Monat einplanen, mit klarem Satz, was du anbietest |
| 40. Innung und Fachverband | € bis €€ | Mitgliedschaft prüfen, oft vermitteln Innungen Anfragen an Mitglieder |
| 41. Vereine, Kirchengemeinden, Seniorentreffs | 0 € | Ansprechperson finden, Infoblatt auslegen oder kurz vorstellen |
| 42. Firmen in der Nachbarschaft (Gewerbegebiet, Ladenzeile) | 0 € | Einmal persönlich vorbeigehen und ein konkretes Angebot dalassen |
Wie du Hausverwaltungen gezielt ansprichst und was du ihnen bieten musst, steht ausführlich im Ratgeber Hausverwaltungen als Auftraggeber gewinnen. Wenn du als Subunternehmer arbeitest, achte auf eine Mischung aus mehreren Auftraggebern, sonst droht der Verdacht der Scheinselbstständigkeit.
Wie machst du aus Kunden Empfehlungsgeber?
Aus Kunden werden Empfehlungsgeber, wenn du gute Arbeit lieferst und ihnen das Weiterempfehlen leicht machst. Der beste Zeitpunkt für die Bitte um eine Empfehlung ist direkt nach dem Auftrag, wenn der Kunde zufrieden ist.
| Idee | Kosten | Erster Schritt |
|---|---|---|
| 43. Aktiv um Empfehlung bitten | 0 € | Beim Abschluss fragen: „Kennen Sie jemanden, der so etwas auch braucht?“ |
| 44. Dankeschön für Empfehlungen | € | Kleines Geschenk oder Gutschein für jeden geworbenen Kunden festlegen |
| 45. Nachfass-Anruf nach zwei Wochen | 0 € | Bei Bestandskunden mit Einverständnis nachfragen, ob alles passt |
| 46. Wartungs- und Pflegeverträge | 0 € | Ein Jahrespaket anbieten, etwa Heizungswartung, Gartenpflege oder Unterhaltsreinigung |
| 47. Saisonale Erinnerung per Post oder Mail (mit Einwilligung) | € | Termine im Jahr festlegen, etwa Frühjahrsputz, Dachrinne, Wintercheck |
| 48. Referenzliste und Fallbeispiele | 0 € | Zufriedene Kunden fragen, ob du sie als Referenz nennen darfst |
| 49. Kleines Einstiegsangebot zum Kennenlernen | € | Ein klar begrenztes Paket anbieten, ohne die Preise dauerhaft zu senken |
| 50. Steuerhinweis auf der Rechnung | 0 € | Bei Privatkunden Arbeitskosten getrennt ausweisen, damit sie § 35a EStG nutzen können |
| 51. Schnelle Reaktion auf jede Anfrage | 0 € | Jede Anfrage noch am selben Tag beantworten, wenigstens mit einer Bestätigung |
| 52. Kundenkartei mit Herkunft jeder Anfrage | 0 € | In einer einfachen Tabelle notieren, wie jeder Kunde auf dich gekommen ist |
Idee 50 ist für Handwerk, Reinigung und Haushaltshilfen ein starkes Verkaufsargument: Privatkunden können 20 Prozent der Arbeitskosten für Handwerkerleistungen von der Einkommensteuer abziehen, höchstens 1.200 Euro im Jahr, bei haushaltsnahen Dienstleistungen höchstens 4.000 Euro (§ 35a Abs. 2 und 3 EStG). Voraussetzung ist unter anderem eine Rechnung und die Zahlung aufs Konto. Wie du Stammkunden langfristig hältst, beschreibt der Ratgeber Kundenbindung.
Wie wählst du die richtigen Ideen aus?
Die richtigen Ideen zur Kundengewinnung wählst du aus, indem du von deiner Zielgruppe ausgehst und fragst, wo sie sich aufhält und wem sie vertraut. Daraus ergeben sich meist drei Kanäle, die du 30 Tage konsequent testest.
- Zielgruppe festlegen. Privatkunden, Firmen, Verwaltungen oder Pflegebedürftige brauchen völlig andere Wege. Schreib in einem Satz auf, wer dein idealer Kunde ist.
- Drei Kanäle wählen. Einen kostenlosen (zum Beispiel Google-Profil), einen persönlichen (zum Beispiel Partner) und einen lokalen (zum Beispiel Flyer im Viertel).
- Wochenziel setzen. Etwa zehn Partner angeschrieben, 300 Flyer verteilt, drei Bewertungen gesammelt.
- Herkunft notieren. Frag jeden Anrufer: „Wie sind Sie auf mich gekommen?“ und trag es in deine Kundenkartei ein.
- Nach 30 Tagen auswerten. Den schwächsten Kanal streichen, den stärksten ausbauen, einen neuen testen.
Schreib deine drei Kanäle mit Zielen und Budget in deinen Marketingplan. Das hilft dir selbst und überzeugt auch die Fachkundige Stelle, wenn sie deinen Businessplan prüft.
Kundengewinnung im AVGS Gründercoaching
Im AVGS Gründercoaching gehören Marketing und aktive Kundengewinnung, die eigene Website und auf Wunsch ein Onlineshop zum Coaching. Du gehst also nicht mit einem fertigen Businessplan allein los, sondern baust deine ersten Kundenwege gemeinsam mit deinem Coach auf.
Wenn du aus der Arbeitslosigkeit oder der Grundsicherung (früher Bürgergeld) gründest, kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter dir einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für das AVGS Gründercoaching ausstellen. In Modul 6 Marketing und Kundengewinnung wählen wir mit dir die passenden Kanäle aus dieser Liste, schreiben Flyer- und Ansprachetexte und richten dein Google-Profil ein. Ob ein Gutschein bewilligt wird, entscheidet die Agentur oder das Jobcenter im Einzelfall. Welche Förderung für dich infrage kommt, zeigt dir der Fördercheck.
Ohne Gutschein begleitet dich das Vertriebs-Sparring 12 Monate oder für die lokale Sichtbarkeit das Paket Lokales SEO Start. Sprich uns gern im kostenlosen Erstgespräch an.
Fragen dazu? Dein CoachDoron RozenbergCoach für Online-Marketing und Vertrieb
Maximilian Ossot, Mitgründer von Firmenkompass, verantwortet die Ratgeber-Redaktion und hat diesen Ratgeber fachlich geprüft. Die Inhalte stimmen wir mit unseren Coaches ab. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung; über Förderungen entscheiden Agentur für Arbeit und Jobcenter im Einzelfall.
Quellen
- § 7 UWG – Unzumutbare Belästigungen (Briefkasten, Telefon, E-Mail)
- § 20 UWG – Bußgeld bei unerlaubter Telefonwerbung
- Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG – stets unzulässige Handlungen (Nr. 23b, 23c: gefälschte und gekaufte Bewertungen)
- Verbraucherzentrale – Werbung im Briefkasten: Aufkleber „Keine Werbung“ und BGH VI ZR 182/88
- § 35a EStG – Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe – Unternehmensprofil hinzufügen oder beanspruchen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe – Tipps für mehr Rezensionen
- service.bund.de – Suche nach öffentlichen Ausschreibungen
Kurz beantwortet
Wie gewinne ich als Gründer schnell die ersten Kunden?
Am schnellsten kommen die ersten Kunden über dein persönliches Netzwerk, über Partner mit derselben Zielgruppe und über ein vollständiges Google-Unternehmensprofil. Diese Wege kosten wenig und bringen Kontakte, die dir schon vertrauen. Werbung und Anzeigen wirken meist erst, wenn du Bewertungen und Referenzen hast.
Welche Kundengewinnung kostet nichts?
Kostenlos sind vor allem das Google-Unternehmensprofil, die Nachricht an dein Netzwerk, Aushänge am schwarzen Brett, Kooperationen mit Partnerbetrieben und die Bitte um Empfehlungen und Bewertungen. Sie kosten Zeit statt Geld. Für Gründer mit kleinem Budget sind sie der beste Start.
Darf ich Flyer in jeden Briefkasten werfen?
Nein, Briefkästen mit dem Aufkleber „Keine Werbung“ oder einem gleichbedeutenden Hinweis musst du auslassen. Werbung trotz erkennbarem Widerspruch ist nach § 7 Abs. 1 UWG eine unzumutbare Belästigung, der Bundesgerichtshof hat das schon 1988 so entschieden (VI ZR 182/88). Alle anderen Briefkästen sind grundsätzlich erlaubt.
Darf ich Firmen einfach anrufen oder anschreiben?
Einen Brief darfst du Firmen grundsätzlich schicken. Anrufen darfst du ein Unternehmen nur, wenn du ein Interesse an deinem Angebot vermuten darfst (mutmaßliche Einwilligung), Werbe-E-Mails brauchen dagegen auch bei Firmen eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 UWG). Privatleute darfst du nur mit ausdrücklicher Einwilligung anrufen.
Wie viele Marketingkanäle sollte ich am Anfang nutzen?
Für den Start reichen drei Kanäle, die zu deiner Zielgruppe passen. Teste sie 30 Tage lang, notiere bei jeder Anfrage, woher sie kam, und streiche danach den schwächsten Kanal. Wer zehn Dinge gleichzeitig halb macht, sieht nicht, was wirklich wirkt.
Lohnen sich Auftragsportale für Handwerker und Dienstleister?
Auftragsportale können am Anfang Aufträge bringen, sind aber oft teuer, weil du für Kontakte oder Provision zahlst und mit vielen Anbietern über den Preis konkurrierst. Rechne genau nach, was dich ein Auftrag dort kostet. Langfristig sind eigene Kanäle wie Google-Profil, Partner und Empfehlungen günstiger.
Hilft das AVGS Gründercoaching bei der Kundengewinnung?
Ja, im AVGS Gründercoaching gehören Marketing und aktive Kundengewinnung, die Website und auf Wunsch ein Onlineshop zum Coaching. Ob ein Gutschein bewilligt wird, entscheidet die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter im Einzelfall.


Lass uns über dein Vorhaben sprechen.
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob ein AVGS für dich infrage kommt, welche Module zu deiner Idee passen und was du für das Gespräch bei Agentur oder Jobcenter brauchst. 20 Minuten, ehrlich und ohne Verpflichtung.

